Kindgerechtes Handeln in der pädagogischen Arbeit ist der Maßstab für die Professionalität von Mitarbeitenden einer KiTa. Wenn es jedoch Probleme bei den Abläufen und der Kommunikation im Team gibt, wächst das Risiko für nicht angemessenes Verhalten gegenüber den Kindern. Eine bundesweite Befragung von rund 21.000 Kita-Fach- und Leitungskräften der Justus-Liebig-Universität Gießen in Kooperation mit der Bertelsmann Stiftung zeigt, dass hier Handlungsbedarf besteht. Die Auswertung macht deutlich, dass gute Teamarbeit in KiTas ein Schlüsselfaktor für den Schutz und das Wohlbefinden von Kindern ist. Eine bessere personelle Besetzung führt aber nur dann sicher zu einer Reduktion von Fehlverhalten, wenn sie die Teamarbeit verbessert. Daher braucht es mehr Unterstützungsangebote, Ressourcen und eine offene Feedback-Kultur.
Die Bertelsmann Stiftung hat diesbezüglich bereits in früheren Veröffentlichungen auch auf den gefährlichen Teufelskreis von Unterbesetzung, Überlastung und Abwanderungstendenzen im Kita-System hingewiesen. „Guter Kinderschutz braucht starke Teams! Doch erschweren unterschiedliche Qualifikationen eine gemeinsame Haltung und können das Wohl der Kinder gefährden. Wir brauchen endlich einheitliche Qualifikationsstandards und gezielte Qualifizierung für echte pädagogische Qualität!“, so Ingo Bings, Vorsitzender Bundesfachbereich SuE der komba gewerkschaft.
Die Publikation der Bertelsmann Stiftung finden Sie hier: https://www.bertelsmann-stiftung.de/fileadmin/files/noindex/Publikation_Teamarbeit_in_KiTas_2025.pdf